Indikationen
Sprachentwicklungsgestörte Kinder
Aufnahmealter: Kinder ab 5 Jahren.
Diese Kinder fallen auf durch eine oder mehrere folgender Sprachauffälligkeiten:
- Verzögerung in der Sprachentwicklung
- Laute und Lautverbindungen werden ausgelassen, durch andere Laute ersetzt oder falsch ausgesprochen
- Schwierigkeiten bei der Satzbildung
- eingeschränktes Sprachverständnis
- eingeschränkter Wortschatz
- Näseln, auch nach operierter Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
- Schwächen im gesamten Sprech- und Sprachverhalten, die zu Schwierigkeiten in Elternhaus, Schule und im Umgang mit Kindern und Erwachsenen führen
- Freiwilliges Schweigen gegenüber anderen Personen
- Auffällig veränderte Stimmlagen über längere Zeit
- Auditive Störungen und Störungen in der phonologischen Bewusstheit, d.h. Mangel der Unterscheidungsfähigkeit im Hörbereich
- Myofunktionelle Störungen, z.B. bei kieferorthopädischen Probleme
Stotterer und Polterer
Aufnahmealter: Kinder und Jugendliche ab 5 Jahren
Stotterer fallen dadurch auf, dass sie in vielen Sprechsituationen Laute, Silben, Worte oder Satzteile wiederholen oder bei bestimmten Lauten blockieren. Polterer zeigen eine überstürzte Sprechweise, Laute oder Silben werden wiederholt oder weggelassen. Oft ist eine Zurückhaltung in der mündlichen Beteiligung im Kindergarten und in der Schule zu beobachten. Bei Erwachsenen stellen sich oft Schwierigkeiten in der persönlichen, beruflichen und sozialen Entfaltung ein.
Mutisten
Mutisten vermeiden in allen oder in ausgewählten Situationen, mit anderen zu sprechen, obwohl sie sprechen können. Je länger der sprachliche Rückzug dauert, um so größer ist die Gefahr der sekundären Verstärkung.
Therapeutisches Angebot
